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Gemeinschaftsgrundschule
Paul-Gerhardt-Schule Neustr. 45
53225 Bonn |
Abschlussbericht zum
Projekt "Gesunde Schule" der Robert Bosch Stiftung 2001-2004
Gesundheitsförderung in der Paul-Gerhardt-Schule
Gesundheit ist nicht ein zusätzliches Thema in unserer Schule, mit dem wir uns neben anderem auch noch beschäftigen, sondern durchdringt alle Bereiche. In unserer Schule wollen
wir alle Entscheidungen auf ihre Gesundheitsverträglichkeit überprüfen und wichtige
Gesundheitsthemen aufgreifen.
Eine gesundheitsfördernde Schule schließt im Gegensatz zur traditionellen
Gesundheitserziehung in der Schule alle Aspekte des Schullebens ( Frühstücks-
und
Bewegungspause, Pausenhof, Klassen, Feste, Übermittagsbetreuung etc.) mit ein. Sie stellt
die aktive Beteiligung der Schüler und Schülerinnen in den Mittelpunkt und arbeitet mit
Methoden, die die Eigeninitiative fördern. Ein weiter verstandener Gesundheitsbegriff nimmt
die psychisch-sozialen und umweltbedingten Aspekte mit hinein.
Für einen so verstandenen Gesundheitsbegriff ist auch die körperliche Bewegung ein
integraler Bestandteil des Unterrichts. Sie spielt für die Entwicklung der Persönlichkeit eine
wichtige Rolle, weil ein enger Zusammenhang zwischen motorischer, kognitiver, psychischer
und sozialer Entwicklung besteht.
Wir gehen von vielen Einflüssen auf die geistige Gesundheit unserer Schüler aus und
berücksichtigen auch Glaubensvorstellungen und Werthaltungen.
Gesundheitsfördernde Schule hält es für wichtig, dass Kinder ein positives Selbstbild
entwickeln.
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Die grundlegenden Prozesse bei allen Gesundheitsfragen möchten wir in den Schulalltag
integrieren.
Gesundheitsförderung ist um so effektiver, wenn sie im institutionellem Rahmen einer Schule
betrieben wird, wo eine große Anzahl von Kindern mit ihrem sozialem Umfeld ( Familie,
Freunde, Horte, Freizeiteinrichtungen) erreicht werden können.
Statt Warnungen und Appellen schafft gesundheitsfördernder Unterricht positive
Assoziationen zu Körper und Gesundheit. Wer seinen Körper kennt, schätzt und ihn mag, für
den ist es natürlich, ihn zu schützen und ihm zu geben, was er braucht.
Im Elternhaus und in der Grundschule werden die Grundlagen für bewusstes Verhalten im
Erwachsenenalter gelegt. Durch die Teilnahme am Projekt "Gesundheitsförderung in der
Schule" der Robert-Bosch-Stiftung wird unsere Arbeit unterstützt. Wir können uns auf die
langjährige Erfahrung unserer Partnerschule, der Integrierten Gesamtschule
Bonn-Beuel, stützen.
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| Klassen |
Themen |
Ziele/Inhalte |
| 1-4 |
Haltung und Bewegung |
Bewegung als Bestandteil des schulischen Alltags:
- Bewegungs- und Entspannungspausen im Unterricht
- Aktive Pause
- Schulhof als Bewegungsraum
- Bewegungsparcours in der Sporthalle
- Spiel- und Sportfest
- Schulfest
- Projekttage "Bewegung"
- Verkehrserziehung im realen Verkehr des Stadtteils
- Förderung von Kindern mit mangelnden Bewegungserfahrungen
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Gesundheit und Ernährung |
- Beschreibung ausgewählter Lebensmittel und Getränke
- Essenszeiten im Tagesverlauf
- Unterschiede zwischen alltäglichen und speziellen Lebensmitteln
- Erkennen verschiedener körperlicher Wachstumsphasen
- Bedeutung der verschiedenen Lebensmittel für Wachstum und körperlicher Aktivität/Ernährungspyramide
- Herkunft und Verarbeitungsstufen der Lebensmittel kennen (z.B. "Vom Korn zum Brot")
Unterrichtsbereiche:
- Gesundes Frühstück
- Aktion "5 am Tag"
- Die Milch macht's
- Gesundes Naschen
- Sinnesparcours
- Lebensmittel einkaufen und zubereiten
- Hygiene und Tischregeln beachten
- Besuch Bauernhof..........
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Zahngesundheit |
- Zähne und Zahnentwicklung
- Zahnhygiene
- Bedeutung der Ernährung für die Gesunderhaltung der Zähne
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Körper und Gesundheit |
Körperfunktionen kennenlernen
- Verdauung
- Blutkreislauf
- Haut
- Sinnesorgane
- Umgang mit Krankheiten
- Atmung
- Sexualerziehung
- Skelett/Muskulatur
- Unfallverhütung: Erste-Hilfe-Maßnahmen
- Seh/Hörtest
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Stärkung des Selbstwertgefühls |
Gewaltprävention
- Präventionsprogramm "Faustlos"
- Ängste abbauen
- Regeln für das Zusammenleben in der Schule
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Gesundheitsförderung „Rund um die Gesundheit"
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Werkstattarbeit
Projekte in den 1. und 2. Schuljahren |
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Milch
(Arbeitsblätter können auf Anforderung zur Verfügung gestellt werden)
Gesundes Frühstück I
In meinem Bauch ist was los
Rund um den Apfel
Obst
Gemüse
Rund um die Zähne |
Gewaltpräventionsprogramm „Faustlos"
Faustlos ist ein Curriculum zur Prävention von aggressivem und gewaltbereitem Verhalltem bei Kindern.
Faustlos geht davon aus, dass aggressives und gewaltbereites Verhalten dann entsteht, wenn den Kindern soziale Kompetenzen fehlen oder sich noch nicht entwickelt haben. Aggressives Verhalten wird als Mittel zur Lösung von Konflikten eingesetzt.
Im Curriculum Faustlos sollen die Kinder lernen, wie sie eigenständig und unabhängig Probleme lösen können.
Faustlos vermittelt prosoziale Kompetenzen. Es liegen Lerneinheiten zu folgenden drei Bereichen vor:
| o Empathieförderung: |
Die Kinder sollen sensibilisiert werden für die Gefühle
anderer. Sie sollen lernen, die Perspektive und die Rolle
einer anderen Person zu übernehmen und emotional auf andere eingehen.
Sie lernen Lösungen zu entwickeln, bei denen es keine Verlierer gibt.
Empathie ist auch ein wichtiges Element im Umgang mit Ärger und Wut. |
| o Impulskontrolle: |
Die Kinder sollen lernen, eine Aktivität zu unterbrechen, um
über ein Problem nachzudenken. Sie lernen Schritte zur Problemlösung und
Problemlösungsstrategien und üben dadurch prosoziales Verhalten ein. |
| o Umgang mit Ärger und Wut: |
Die Kinder lernen, ärgerliche Gefühle zu
erkennen und konstruktiv damit umzugehen.
Sie lernen Techniken, wie Ärger und
Wutgefühle reduziert werden können. |
In jedem Schuljahr werden unterschiedlich viele Lerneinheiten aus allen 3 Bereichen im
Unterricht aufgegriffen. Die Kinder sehen ein Foto und hören eine Geschichte dazu, über die
angestrebte soziale Fähigkeit wird diskutiert. Anschließend wird diese vom Lehrer ggf. mit
Schülern modellhaft in einem Rollenspiel vorgespielt.
Danach versuchen die Schüler in weiteren Rollenspielen, die zu übenden prosozialen
Fähigkeiten umzusetzen.
Die Kinder werden anschließend aufgefordert, das Gelernte in realen Situationen
anzuwenden. Dies geschieht immer wieder, wenn in aktuellen Konfliktsituationen
auf „Faustloslösungen" hingewiesen wird.
Damit die Kinder die Fähigkeiten auch in anderer Umgebung anwenden und festigen können,
werden die Eltern über jeden Schritt bei der Umsetzung des Programms informiert.
Die Paul-Gerthardt-Schule befindet sich zur Zeit im 2. Jahr der Umsetzung.
Elternseminare
Zu folgenden Themen werden mit Kooperationspartnern Elternseminare durchgeführt:
- Kinder und Medikamente
- Erziehungsfragen
- Teilleistungsstörungen
Haltung und Bewegung
- Von den Bundesjugendspielen zum: Spiel-Sportfest
- Bewegungsangebote in den Klassen
- Pause draußen zwischendurch mit vielerlei Materialien
- Kartei für einfache Bewegungsübungen
- Bewegungslieder
- Zirkusprojekt
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